Schattenmorelle / Lange Lotkirschekaufen Kirsche Baum

  • Schwachwüchsiger, anspruchsloser Kirschbaum
  • Selbstfruchtbar
  • Sehr anpassungsfähig an den Boden
  • Sauerkirsche insbesondere zur Verarbeitung
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Beschreibung

Die Sauerkirsche Prunus cerasus Schattenmorelle ist auch als Strauchweichsel, Griotte du Nord,  Château Morelle sowie als Große Lange Lotkirsche, Nordkirsche, Sauerlothkirsche und Morello bekannt. Diese alte Kirschsorte hat vermutlich ihren Ursprung im Garten des Château de Moreilles in Frankreich wo sie vorgeblich 1598 entdeckt worden sein soll und welches auch namensgebend war. Obgleich der eigentliche Sinn in dieser rein lautsprachlichen „Übersetzung“ wohl nie klar war. Ähnliches kennen wir bspw. auch von den Fissematenten das sich von Visitez ma tente ableitet. Schon 1650 von Johann Bauhin in seiner „Historia Plantarum Universalis“ erwähnt, wurde die Kirsche erstmals Anfang des 18. Jhd. in der Gegend um Gotha in Deutschland angepflanzt. Die Sorte ist heute im gesamten deutschsprachigen Raum weit verbreitet.

 

Herkunft des Namens

Der Sortenname ist eine volkstümliche Umformung des französischen Namens der Sorte, Chatel Morel, und hat nichts mit dem Schatten zu tun. Ganz im Gegenteil schätzt diese Kirschsorte die Sonne sehr und zählt zu den meistangebauten und beliebtesten Kirschen weltweit! Unter dem Sammelbegriff Morelle werden heute bspw. auch die Kirschen Morellenfeuer sowie die Königin Hortense gefasst.

 

Die bekannteste Sauerkirsche der Welt

Die mit Abstand bekannteste und am häufigsten angebaute Sauerkirsche ist jedoch die Sorte Schattenmorelle. Die dunkelroten, sehr großen, aromatischen Früchte laden ein zum Frischverzehr oder der Verarbeitung zu Backwaren, Marmelade und zur Most- bzw. Likörherstellung. Außerdem ist das feine Obst und ihr Geist die kulinarische Basis der berühmten Schwarzwälder Kirschtorte.

Die großen Früchte sind eher rundlich geformt und oben und unten etwas abgeplattet. Sie sitzen an langen, hellgrünen Stielen in ausgeprägten Stielgruben. Teilweise sind sie auch paarweise an einem Zwillingsstiel ausgeprägt.

 

Hohe Erträge und wichtige Eigenschaften

Dank ihres alljährlich hohen Ertrags und der guten Verwertungseigenschaften der Frucht, ist dieser Kirschbaum die weltweit am häufigsten angepflanzte Sauerkirsche überhaupt. Ihre große Anpassungsfähigkeit und ihre Genügsamkeit tragen ebenfalls dazu bei, dass sie in sehr unterschiedlichen Regionen kultiviert werden kann. Selbst nicht geschützte Höhenlagen werden gut vertragen. Die Schattenmorelle zeigt jedoch eine gewisse Anfälligkeit für Monilia. Um hier entgegenzuwirken, empfiehlt sich ein regelmäßiger Schnitt und eine gute Pflege. So halten Sie die Krone luftig und unterstützen die Gesundheit Ihres Kirschbaums.

 

Geschmack und Fruchteigenschaften

Diese Kirsche überzeugt durch ihr weiches, sehr saftiges Fruchtfleisch sowie durch ihren kräftigen, fein aromatischen, säuerlichen Geschmack. Bei Vollreife entwickelt sich ein ausgewogeneres Verhältnis von Süße und Säure. Die Früchte lassen sich leicht vom Stein lösen und eignen sich aufgrund ihres hohen Säuregehalts jedoch besonders gut zur Verarbeitung. Das Fruchtfleisch ist beeindruckend intensiv dunkelrot gefärbt und liefert einen stark färbenden, kräftig roten Saft.

 

Erntezeit der Schattenmorelle

Die Ernte dieser Sauerkirschen Morelle startet ab Ende Juli / Anfang August. Das erste Obst kann je nach Standort bereits ab der 6. Kirschwoche geerntet werden. Witterungs- und standortbedingt kann sich der Erntezeitpunkt um etwa eine Woche nach vorne oder hinten verschieben. Wenn Sie sich die Schattenmorelle kaufen, erwerben Sie mit diesem Baum eine qualitativ wertvolle Sauerkirschensorte mit hohen regelmäßigen Erträgen. Die Sorte setzt früh mit dem Ertrag ein und trägt anschließend regelmäßig und reichlich.

 

Verwendung der Früchte

Die Früchte werden häufig zu Marmeladen und Konfitüren verarbeitet. Sie ist die am häufigsten verwendete Kirschsorte für alle Arten von Backwaren, darunter auch die weltberühmte Schwarzwälder Kirschtorte. Die Sauerkirsche Schattenmorelle wird zudem auch zur Herstellung von Kirschwasser, Kirschlikör und Pralinen verwendet. Aufgrund ihres hohen Säureanteils ist sie weniger zum Frischeverzehr geeignet. Besonders geschätzt wird sie deshalb für die Verarbeitung und Vorratshaltung. Ihr hoher Saftgehalt macht sie für die Herstellung von Fruchtwein und zum Brennen besonders interessant.

 

Selbstfruchtbar und guter Befruchter

Der Kirschbaum ist eine sehr gut selbstfruchtbare Pflanze und braucht daher an sich keinen Befruchter. Wer seine Ernte aber weiter steigern möchte, der kann mit den Befruchtersorten Ungarische Traubige, Morellenfeuer und Koröser Weichsel seinen Ernteertrag weiter optimieren.

 

Geeignet als Pollenspender

Das Obstgehölz ist darüber hinaus für andere spätblühende Kirschsorten, wie bspw. die Schneiders späte Knorpelkirsche ein exzellenter Befruchter. Ihre Blüte setzt vergleichsweise spät ein und dauert relativ lange an.

 

Standort und Bodenansprüche

Der Kirschbaum Schattenmorelle ist weitestgehend anspruchslos und ist selbst für kühle und kalte Lagen geeignet. Der Baum gelangt jedoch bei Hitze und Dürre in Stress. Anders als es der verballhornte Name vermuten lassen könnte, schätzt der Obstbaum einen halbschattigen bis sonnigen Standort. Auch bei der Bodenbeschaffenheit zeigt sich die Sorte anpassungsfähig. Sie kommt gut mit lehmigen, normalen und sandigen Böden zurecht, sofern diese nicht zu trocken sind. Eine länger anhaltende feuchte Witterung kann jedoch die Qualität der Früchte beeinträchtigen.

 

Wachstum und Blüte

Der Boden kann lehmig, normal und auch sandig sein, ideal ist eine nährstoffreiche, ausreichend feuchte Erde in die Sie den Baum pflanzen. Der Sauerkirschen Baum hat einen schwachen bis mittelstarken Wuchs und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 4 Metern und bildet ab April seine weißen Blüten. Dabei entwickelt der Kirschbaum schräg aufrecht wachsende Leitäste mit hängenden Seitenzweigen und eine breit aufgebaute, lockere Krone. Die Haupterträge entstehen vor allem am hängenden Fruchtholz.

 

Düngung und Bewässerung

Den Jungbaum sollten Sie im Zeitraum zwischen März bis April in Ihrem Garten düngen. Zwischen Mai bis September empfiehlt es sich den frischgepflanzten Baum regelmäßig zu wässern.

 

Der richtige Rückschnitt

Von September bis Oktober sollten Sie den Baum zurückschneiden, um auch in den Folgejahren reiche Ernteerträge erzielen zu können. Rückschnitte führen Sie am besten direkt nach der Ernte durch. Kürzen Sie dann die Zweige kräftig ein. Ein regelmäßiger Schnitt trägt dabei nicht nur zur Erhaltung der Wuchskraft bei, sondern stärkt die Abwehrkräfte des Baumes und unterstützt auch die Bildung großer Früchte.

 

Warum regelmäßiger Schnitt wichtig ist

Andernfalls besteht die Gefahr, dass Ihnen die Zweige unnötig verkahlen. Das Wachstum der Zweige würde nur mehr peitschenförmig verlaufen und tragen dann die Früchte später nur noch außen am frischen Holz.

Die Schattenmorelle sollten Sie bei Astbrüchen mit einem Wundenverschlussmittel gut versorgen. Diese Pflanzen danken es Ihnen mit einem langen Leben.

Schattenmorelle Kirschbaum

 

Ernte- und Reifezeit

Ernte- und Reifezeit der Schattenmorelle Sauerkirsche (Prunus cerasus subspecies acida) sind die 6.-7. Kirschwochen eines Jahres. Je nach Standort und Witterung kann sich die Reifezeit verschieben.

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