Nussbaum Nüsse Baum kaufen

Unsere Auswahl an Nussbäumen

Der Name „Juglans regia“ wird als „Die Eichel des Jupiter“ gedeutet, abgeleitet aus „jovis“ für Jupiter und „glans“ für Eichel, ergänzt durch den Artnamen „regia“, „die königliche“. Und ja, dieser Nussbaum schenkt wirklich eine königliche Frucht – die Walnuss.

In Deutschland werden Walnussbäume schon seit hunderten von Jahren wegen ihrer Früchte, den schmackhaften und nährstoffreichen Walnüssen, angebaut. Während im Walnussanbau heute fast ausschließlich veredelte Sorten verwendet werden, wurden in zurückliegenden Zeiten Sämlingspflanzen verwendet.

Wir empfehlen nie die Verwendung von Sämlingen. Wegen seines starken und langanhaltenden vegetativen Wachstums fruchtet beim Sämling der Walnussbaum spät, nicht selten erstmals erst nach zehn oder 15 Jahren. Dabei ist die Qualität der Früchte nicht vorhersehbar, ebenso wenig seine Frosthärte und Krankheitsresistenz. So können bei der Pflanzung von Sämlingen nach vielen Kulturjahren immer Überraschungen auftreten, sowohl positive, als auch negative, wobei Letztere bei weitem überwiegen. Nach unseren heutigen Maßstäben handelte es sich dabei überwiegend um Nüsse minderer Qualität.

Wer einen neuen Nussbaum kaufen und pflanzen möchte, sollte daher nur auf eine veredelte Sorte zurückgreifen.

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Mit veredelten Sorten kann man die zu erwartende Qualität im Vorhinein festlegen. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien zählen:
Frostunanfälligkeit des Baumes, gesundes Wachstum, Reifezeitpunkt, Größe der Nuss, Geschmack, Erntezeitpunkt, Knackbarkeit, Kerngröße, Grad der Kernausfüllung der Nussschale und Lagerfähigkeit.

Walnussbäume wurden vor, zwischen und nach den beiden Weltkriegen vielerorts “abgeholzt”, zwecks Waffenbau (Gewehrschäfte) und Heizmaterial. In der Schweiz war das Fällen und der Verkauf eines Walnussbaums oftmals Ausgangspunkt für die Modernisierung eines Hofes. Denn vom Erlös eines großen, mächtigen Walnussbaums konnten sich die Bauern einen Schlepper leisten. Für die bäuerlichen Betriebe in den 50er und 60er Jahren bedeutete dies Sicherheit und Wohlstand.

Walnüsse aus dem Norden

Es ist im Grunde ein Märchen, dass nur im Weinbauklima gute Nüsse angebaut werden können. Auch in anderen Gebieten, wie den Vierlanden bei Hamburg, dem Alten Land an der südlichen Elbseite ab Jork, in Schleswig-Holstein, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen sowie auf der Hamburger Elbinsel Finkenwerder mit seinem Marschboden wachsen Walnussbäume sogar in kleinen Plantagen.

Schon seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, also seit über 100 Jahren, säumen Walnussbäume beide Seiten einer Straße im Hamburger Westen. Wenn man bedenkt, dass die damals gepflanzten Bäume zum Pflanzzeitpunkt schon mehrere Jahre alt waren und einige von den Originalexemplaren noch immer dort stehen, zeigt das die Lebenskraft und -erwartung von Walnussbäumen, auch in verkehrlich exponierten Lagen.

Die Haselnuss

Die Haselnuss zählt zu den nachweislich ältesten auf unserer Erde vorkommenden Pflanzen. So belegen fossile Funde das Vorkommenn dieses Nussbaums sogar schon weit vor der Eiszeit. Für die Kultur von Haselnusssträuchern in unseren Gärten ist das sicher nicht das bedeutenste Wissen, immerhin kann dadurch aber die Robustheit dieser Pflanze verdeutlicht werden.

Der wissenschaftliche Name der Haselnuss lautet Corylus avellana, wobei der Artname hergeleitet ist von dem Namen der italienischen Stadt Avella in Kampanien. Hier werden schon seit über tausend Jahren Haselnüsse angebaut und mit ihnen Handel getrieben. Die Herkunft des Namens „Zeller Nuss“, wie die Gemeine Haselnuss auch genannt wird, mag zurückzuführen sein auf das „Zellische Land“ in Sachsen.
Die Gemeine Haselnuss gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und ist in Deutschland sowie Mitteleuropa nahezu überall anzutreffen. Das Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich für diesen Nussbaum von Europa bis Asien.

Erwerbsmäßig wird die Haselnuss in erster Linie in der Türkei und an der östlichen Schwarzmeerküste angebaut, daneben sind Italien und Spanien sowie die USA die Hauptexporteure von Haselnüssen. Deutschland ist der größte Importeur von Haselnüssen. Aber auch in Österreich steigt der Bedarf an dieser beliebten Nuss.

Es ist kein Problem, Haselnüsse im eigenen Garten anzubauen. Unsere veredelten Sorten tragen schnell Früchte, nicht selten schon nach einem Jahr.

Die Esskastanie

Ess- bzw. Edelkastanien zählen ebenso zu unseren ältesten Nutz- und Kulturpflanzen. Schon aus dem Ende der Steinzeit, der Frühepoche in der Entwicklung der Menschheit, gibt es Hinweise auf die Kultur von Esskastanienbäumen. Beweise wesentlich älterer Kastanienbaumvorkommen ergeben sich aus Fossilienfunden. Sie deuten auf Vorkommen aus Zeiten, die über eine Million Jahre zurückliegen. Erstmals wirklich kultiviert wurden Edelkastanien um 600 bis 500 v.Chr., seinerzeit vornehmlich wohl zur Holzproduktion. Überlieferungen zufolge wird von flachen Nüssen aus Lydien (heute südwestliche Türkei) berichtet, die sich zum Kochen eignen.

Esskastanien sind Früchte der Art Castanea sativa. Die Nussfrüchte sind unter verschiedenen Namen bekannt. Der bekannteste ist wohl Marone bzw. Maroni, insbesondere in Österreich und in Südtirol ist das der Name dieser Obstbäume, in der Schweiz auch Marroni. In der Pfalz ist die Frucht unter dem Namen Keschde bekannt, geschrieben auch Keschte, im englischen Sprachkreis heißt sie „chestnut“, abgeleitet aus dem Mittelhochdeutschen „Chestenbom“.

Übergeordnet sind Esskastanien Teil der großen Pflanzenfamilie der Buchengewächse (Fagaceae). In keiner näheren verwandtschaftlichen Beziehung zur Esskastanie steht der Kastanienbaum (Aesculus hippocastanum).

Die Früchte der Esskastanie zählten stets zu den bedeutendsten Nahrungsmitteln, denn sie besitzen einen hohen Nährwert sowie wichtige Vitamine und Nährstoffe. Das war auch den Römern bekannt, die Kastanien als unersetzliches Nahrungsmittel für die Menschen anbauten. Dieser Tatsache bewusst, vernichteten sie auf ihren Kriegszügen regelmäßig auch Kastanienbäume in Feindesland, um die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu erschweren.

Im Laufe der Zeit verbreitete sich die Esskastanie von ihrer vermutlichen Heimat Südosteuropa bis Kleinasien in erster Linie durch die Römer, aber auch durch die Etrusker, bis Südeuropa. Vornehmlich am Südrand der Alpen entstanden Kastanienwälder, die der Bevölkerung ein Mehrfaches an Nahrung brachten, als der vorherige Ertrag durch die Bewirtschaftung der Flächen als Acker- und Weideland hergab. Arme Leute konnten ihren Nahrungsbedarf durch Kastanien zu einem Teil decken. Während damals Maronis das „Brot der Armen“ waren, sind die Früchte inzwischen zu einer beliebten Köstlichkeit geworden, nicht nur für Arme.

Aber nicht nur in Südeuropa werden Esskastanienbäume kultiviert, sie haben die Alpen mittlerweile überquert und gedeihen inzwischen in ganz Mitteleuropa, sogar in Teilen Südskandinaviens. In Deutschland ist diese Nussbaum inzwischen nahezu überall anzutreffen.

Im Osten Schleswig-Holsteins besteht seit vielen Jahren eine kleine Kastanienanlage, in der jedes Jahr jeder Baum eine nicht geringe Menge sehr schmackhafter süßer kleinerer Maronis liefert. Das Besondere dieser „Soveneken“ genannten Sorte ist neben der besonderen Qualität der süß schmeckenden Früchte auch ihre große Frostresistenz und ihr gesunder Wuchs auch im Norden Deutschlands.

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