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Unsere Auswahl an Kirschbäumen

Wir führen aktuell 28 veredelte Sorten für Sie.

Wer einen Kirschbaum 🍒 pflanzen möchte, muss sich zunächst die einfache Frage stellen: Soll es eine Süßkirsche oder doch lieber eine Sauerkirsche sein, die in den Garten einzieht?

Beide gehören zwar zur Gattung Prunus, unterscheiden sich jedoch deutlich im Geschmack, Wuchs und in ihrer Verwendung. Süßkirschen werden überwiegend frisch vom Baum genascht, dienen als Tafelobst und gelten für viele als der Inbegriff des Sommers. Sauerkirschen eignen sich durch ihr angenehm säuerliches Aroma viel mehr zum Backen, Einkochen oder für Herstellung von Marmeladen und Säften.

Welche Kirsche die bessere ist, lässt sich daher also nicht allgemein beantworten. Beide haben ihre Vorzüge und beide bereichern jeden Obstgarten auf ihre ganz eigene Weise.


Kirschen – ein gesamteuropäisches Kulturgut

Insbesondere in Deutschland und Frankreich wurden vom 16. bis zum 19. Jahrhundert zahlreiche Kirschsorten selektiert und beschrieben. Viele davon werden bis heute weitervermehrt und erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit. Manche dieser alten Sorten bilden sogar bis heute die Grundlage moderner Züchtungen.

Kirschbaum – Eigenschaften auf einen Blick
  • Botanischer Name: Prunus avium (Süßkirsche) bzw. Prunus cerasus (Sauerkirsche)
  • Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
  • Pflanzenart: sommergrüner Obstbaum (Steinobst)
  • Herkunft: Europa und Westasien (Süßkirsche), Vorderasien und Südosteuropa (Sauerkirsche)
  • Wuchshöhe: je nach Sorte und Unterlage ca. 2 bis 15 Meter
  • Kronenbreite: etwa 2 bis 10 Meter
  • Blütezeit: April bis Mai
  • Fruchtreife: je nach Sorte von Mai bis August
  • Standort: vollsonnig bis sonnig, warm und möglichst windgeschützt
  • Boden: humos, nährstoffreich, tiefgründig und gut durchlässig
  • Pflanzzeit: Oktober bis April (wurzelnackte Bäume), Containerware ganzjährig bei frostfreiem Boden
  • Winterhärte: sehr gut winterhart
  • Bestäubung: viele Süßkirschsorten benötigen einen Bestäuber, die meisten Sauerkirschen sind selbstfruchtbar
  • Lebenserwartung: häufig 50 bis über 100 Jahre
  • Erster Fruchtertrag: meist ab dem 3. bis 5. Standjahr (je nach Unterlage und Erziehungsform)

Zum Verkauf angeboten werden bei uns Jungpflanzen. Sie können Ihren veredelten Baum bequem in unserem Online-Shop kaufen.

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Welche Kirschsorten gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Süßkirschen und Sauerkirschen. Innerhalb dieser beiden Gruppen zeigt sich wiederum eine beeindruckend große Sortenvielfalt.


Süßkirsche (Prunus avium)

Unsere in Europa angebauten Süßkirschen stammen ursprünglich von der aus Kleinasien stammenden Vogelkirsche (Prunus avium) ab. Süßkirschen werden bereits seit vielen Jahrhunderten in Europa kultiviert und die meisten heute verfügbaren Kirschsorten sind hier entstanden.

Bei den Süßkirschen unterscheidet man traditionell zwischen Herzkirschen und Knubberkirschen.

Herzkirschen besitzen eine leicht herzförmige Frucht, was auch namensgebend war. Sie reifen meist früh, sind besonders aromatisch und gelten als ausgesprochen robust. Viele Gärtner schätzen sie daher als unkomplizierte Naschkirschen.

Knubberkirschen dagegen bringen größere, festfleischige und im Biss knackige Früchte hervor. Ihr Fruchtfleisch ist besonders saftig. Ihre Größe, Saftigkeit und der feste Biss machen sie heute zu den beliebtesten Süßkirschen.


Sauerkirschen (Prunus cerasus)

Die Sauerkirsche, auch als Weichselkirsche bekannt, stammt ursprünglich vermutlich aus Anatolien, dem heutigen Gebiet der östlichen Türkei sowie Teilen des Irak und Persiens.

Dank ihrer klimatischen Anspruchslosigkeit, ist sie auch für rauere Regionen einsetzbar. Sie wird heute nahezu in ganz Europa, bis nach Skandinavien, angebaut. Sie gilt als ausgesprochen robust, pflegeleicht und trägt meist zuverlässig, selbst bei schwierigeren Wetterlagen.

Auch bei den Sauerkirschen gibt es Unterschiede. Die wohl bekannteste Vertreterin ist die Schattenmorelle. Sie hat sich schon seit vielen Generationen ihren Stammplatz in vielen Gärten gesichert. Daneben existieren zahlreiche weitere Sorten mit unterschiedlichen Reifezeiten und Geschmacksrichtungen.

Während Süßkirschen vor allem frisch vom Baum, als Tafelobst gegessen werden, werden Sauerkirschen meist in der Küche weiterverarbeitet. Ob für Kuchen, Marmelade, Kompott oder Saft, kaum eine andere Obstart wird vielseitiger verwendet.

Was die Sauerkirsche oft besonders attraktiv sein lässt, wenn weniger Platz im Garten zur Verfügung steht, ist die Tatsache, dass viele Sauerkirschsorten selbstfruchtbar sind. Ohne den zusätzlichen Bedarf einer Befruchtersorte, liegt die Wahl bei Platzmangel nahe.

Ob Süßkirsche oder Sauerkirsche, was beiden gemein ist, sie schenken im Frühjahr eine herrliche Blüte und im Sommer köstliche Früchte und für jeden Geschmack findet sich ein entsprechender Vertreter in unserem Shop.


Kirschbaum pflanzen – Zeitpunkt, Standort und Boden

Wer sich für eine Süß- oder Sauerkirsche entschieden hat, kümmert sich nun um die richtige Pflanzung. Glücklicherweise zeigt sich hier schnell: Der Kirschbaum ist kein schwierig anzubauender Baum, aber er hat klare Vorlieben, die es zu beachten gilt.


Der richtige Standort

Kirschbäume sind absolut sonnenverliebte Obstbäume. Je mehr Licht sie bekommen, desto besser entwickeln sich Blüten und die Kirschen selbst. Ein warmer und möglichst windgeschützter Standort ist daher ideal anzusehen. Besonders vorteilhaft ist daher eine Lage vor einer Hauswand oder in einer Ecke, die etwas Wind abhält, ohne aber die Luft komplett zu stauen.

Weniger geeignet sind dauerhaft schattige Standorte. Auch sehr feuchte Plätze sollten Sie meiden. Staunässe ist für Obstbäume generell keine zielführende Umgebung. Dort bleiben Wachstum und Fruchtqualität meist deutlich hinter den gesetzten Erwartungen zurück.


Der richtige Boden

Ein lockerer, humoser und eben gut durchlässiger Boden bietet die beste Grundlage. Vermeiden Sie unbedingt Staunässe! Wenn Wasser dauerhaft den Wurzelbereich umgibt, reagiert der Baum empfindlich und wird dadurch auch anfälliger für Krankheiten.

Sollten Sie einen schweren Boden haben, lässt er sich mit Sand und Kompost deutlich verbessern. Sehr sandige Böden profitieren dagegen von organischem Material, das die Wasserspeicherfähigkeit erhöht. Das Ziel Ihrer Bemühungen sollte es stets sein einen lebendigen, aber nicht zu nassen Boden anzubieten.


Wann ist die beste Pflanzzeit für einen Kirschbaum?

Die klassische Pflanzzeit liegt zwischen Oktober und April. In dieser Zeit befindet sich der Baum in der Ruhephase und kann sich in aller Ruhe am neuen Standort etablieren.

Containerpflanzen lassen sich aber grundsätzlich das ganze Jahr über pflanzen. Während des Sommers ist dann jedoch eine gute Wasserversorgung entscheidend, damit der junge Baum keinem Trockenstress ausgesetzt ist. Bei Frost schließt sich eine Pflanzung logischerweise aus.


Pflanzung in der Praxis

Lockern Sie den Boden vor der Pflanzung tiefgründig auf. Ihr Pflanzloch darf großzügig ausfallen, während ein zu enges Loch das Anwachsen der Jungpflanze unnötig ausbremst.

Achten Sie bitte darauf den Wurzelballen so einzusetzen, dass die Veredelungsstelle knapp über der Erde bleibt. Anschließend wird das Loch wieder gefüllt und die Erde leicht festgetreten, so dass keine Hohlräume zurückbleiben.

Es empfiehlt sich immer einen Stützpfahl zu nutzen. Er gibt dem jungen Baum in den ersten Jahren guten Halt. insbesondere natürlich bei windoffenen Standorten ist das unbedingt anzuraten.

Gießen Sie im Nachgang die Jungpflanze gründlich an. Seien Sie nicht zu sparsam, achten aber Sie aber auch darauf keine Staunässe zu erzeugen.


Pflege nach der Pflanzung

In den ersten Wochen ist eine gleichmäßige Wasserversorgung entscheidend. Lassen Sie den Boden nicht austrocknen, aber eben auch nicht dauerhaft zu nass sein.

Ist der Baum einmal gut angewachsen, wird er deutlich robuster und kommt mit den normalen Witterungsbedingungen meist problemlos zurecht.


Kirschbaum pflegen

Kirschbäume gehören insgesamt zu den dankbarsten Obstgehölzen im Garten. Sie benötigen keine aufwändige Pflege, reagieren aber positiv auf ein wenig Aufmerksamkeit.

Eine jährliche Frühjahrsgabe von reifem Kompost reicht in der Regel völlig aus. Mehr Düngung kann sogar kontraproduktiv sein, da diese dazu führen kann, dass der Baum zu stark ins Holz wächst statt Früchte zu bilden.

In längeren Trockenphasen wie sie insbesondere der Süden Deutschlands im Sommer 2026 gesehen hat, sollte zusätzlich gewässert werden. Entscheidend ist dabei immer ein gesundes Maß: gleichmäßig feucht, aber niemals nass!


Kirschbaum schneiden

Der Schnitt beim Kirschbaum wird oft überschätzt, ist aber dennoch wichtig.

Süßkirschen bevorzugen direkt nach der Ernte einen Schnitt. Denn jetzt ist das Wachstum bereits geringer und der Baum verkraftet Eingriffe besser. Ziel ist es, eine lockere, lichtdurchflutete Krone zu erhalten bzw. zu schaffen.

Sauerkirschen verhalten sich beim Zuschnitt etwas anders. Sie tragen ihr Fruchtholz überwiegend am jüngeren Holz und benötigen daher regelmäßigere Eingriffe, um nicht zu verkahlen.

Grundsätzlich gilt: Schneiden Sie die Bäume lieber regelmäßig nur leicht als einmalig radikal eingreifen. So halten Sie den Baum vital und stabil.


Bestäubung – nicht jede Kirsche steht gern allein

Ein wichtiger Punkt, der leider oft unterschätzt wird, ist die Bestäubung.

Viele Süßkirschsorten benötigen einen passenden Bestäuber in der Nähe, damit sich ausreichend Früchte entwickeln können. Ohne diesen Partner bleibt die Ernte oft enttäuschend. Wir haben Ihnen passende Befruchtungspartner zu jeder Sorte ausgewiesen, so dass sie schnell und zielgerichtet passende Kirschbäume finden.

Sauerkirschen sind dagegen meist gut selbstfruchtbar und tragen damit auch als Einzelbaum zuverlässig.

Welche Sorte welche Eigenschaften besitzt, ist entscheidend für die Planung im Garten. Ein Blick auf den jeweiligen von uns bereitgestellten Sortensteckbrief lohnt sich daher immer.


Ernte – wenn sich die Arbeit auszahlt

Die Kirschernte gehört zu den schönsten Momenten im Gartenjahr. Je nach Sorte beginnt sie bereits Ende Mai und kann sich bis in den August hineinziehen.

Frühe Süßkirschen sind oft schon nach der ersten warmen Phase im Jahr reif und gehören damit zu den ersten erntbaren Gartenfrüchten überhaupt. Spätere Sorten, wie die großen Knubberkirschen, reifen deutlich später und verlängern die Kirschsaison bis in den Hochsommer.

Sauerkirschen folgen meist etwas zeitversetzt. Sie werden in der Regel dann geerntet, wenn sie voll ausgefärbt sind und ihr typisches säuerliches Aroma entwickelt haben. Kosten Sie immer mal eine, wenn Sie sich über die erzielte Reife unsicher sein sollten.

Eine reife Kirsche erkennt man an ihrer intensiven Farbe, einem leicht glänzenden Fruchtbild und daran, dass sie sich samt Stiel leicht vom Ast lösen lässt.


Krankheiten – weniger ein Problem des Baums als des Standorts

Kirschbäume sind grundsätzlich robuste Obstgehölze, sofern Standort und Pflege stimmen.

Problematisch wird es meist nur dann, wenn der Baum dauerhaft zu feucht steht oder sich die Baumkrone zu sehr verdichtet. Dann können Krankheiten wie Monilia oder die Schrotschusskrankheit auftreten.

Monilia zeigt sich insbesondere durch plötzlich welkende Triebe und vertrocknete Blüten. Die Schrotschusskrankheit erkennen Sie gut an kleinen Löchern in den Blättern, als hätte jemand mit feinem Schrot darauf geschossen.

In beiden Fällen gilt: rechtzeitig eingreifen! Entfernen Sie befallene Triebe zügig und bringen Sie den Baum wieder in eine luftige, sonnendurchflutete Form. In den meisten Fällen erholt sich der Kirschbaum danach rasch.

Der beste Pflanzenschutz bleibt jedoch ein geeigneter Standort. Ein luftiger, sonniger Platz ohne Staunässegefahr verhindert viele Probleme von Anfang an.


Süßkirsche oder Sauerkirsche – was passt besser?

Am Ende entscheidet meist der Geschmack und der geplante Nutzen.

Wer gerne direkt vom Baum nascht, wird mit einer Süßkirsche glücklich. Besonders Herzkirschen oder große Knubberkirschen sind gerade auch bei Kindern sehr beliebt.

Wer hingegen gerne verarbeitet – also backt, einkocht oder Saft herstellt – ist mit einer Sauerkirsche meist besser beraten. Sie ist pflegeleicht, zuverlässig und weniger krüsch, also wählerisch, in Bezug auf den Standort.

In vielen Gärten hat sich die Kombination bewährt: eine Süßkirsche für den Frischverzehr und eine Sauerkirsche für die Küche.


Unser Fazit

Ein Kirschbaum bereichert in jeder Hinsicht einen Obstgarten.

Er verbindet eine frühe, beeindruckende Blüte mit einer sommerlichen Ernte, die kaum eine andere Obstart so charmant und allseits beliebt liefert. Ob Süßkirsche oder Sauerkirsche spielt dabei weniger eine Frage der „besseren“ Sorte, sondern vielmehr der eigenen Vorlieben und des zur Verfügung stehenden Platzes.

Übrigens finden wir, dass ein Kirschbaum in keinem Garten fehlen sollte. Kaum ein Obstgehölz schafft es, mehr Atmosphäre und Genuss so ideal miteinander zu verbinden.

Zu jedem unserer Kirschbäume erhalten Sie einen übersichtlichen Steckbrief mit Informationen zu Wuchsform, Schnitt, Bestäubung und Pflege. So finden Sie schnell genau den Baum, der wirklich zu Ihnen und Ihrem Garten passt.


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