Haferschlehe / HofschlehePflaumenbaum

  • Die Haferschlehe ist ein sehr altes Wildobst
  • Blauschwarze Beeren mit gelbem recht saftigem Fruchtfleisch
  • Vollkommen winterhart und absolut pflegearm
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Beschreibung

Haferschlehe (Prunus domestica insititia), auch als Hofschlehe , Haferpflaume, Krieche, Kriechele und Edelschlehe bezeichnet.

Die Pflanze gehört zur Unterart Prunus domestica ssp. insititia, einem alten, wild‑ und kulturpflanzlichen Steinobst aus der Familie der Rosengewächse. Diese Form der Pflaume ist in Europa heimisch und natürlich verbreitet und findet sich zusätzlich in Teilen von Westasien, Nordafrika und sogar Nordamerika, wo sie teilweise verwildert auftritt.

Archäobotanische Funde und genetische Untersuchungen deuten an, dass große, insititia‑artige Pflaumen schon vor Jahrtausenden in Europa genutzt wurden und dass mögliche Ursprünge für diese Großfruchtformen im Nahen Osten liegen, bevor sie sich über den Kontinent verbreiteten.

Im Laufe der Geschichte wurden sie von Menschen kultiviert und in Gartenlandschaften eingeführt, was ihre weite historische Präsenz erklärt.

Die selbstfruchtbare Hofschlehe unterscheidet sich von der herkömmlichen Schlehe durch ihre wesentlich größeren Früchte, durch ihren lockeren Kronenaufbau sowie durch das Fehlen der für Schlehen sonst typischen Dornen (Schlehdorn, Prunus spinosa). Die Haferschlehe gehört zu den Wildobstgehölzen, ist in vielen Teilen Europas heimisch und zählt leider inzwischen zu den selten gewordenen Pflanzen in der Landschaft. Die Früchte lassen sich bereits vor dem ersten Frost ernten und frisch genießen, wodurch man frühzeitig von ihrem saftig-pflaumenartigen Geschmack profitieren kann.

Großstrauch mit feinen Früchten

Die etwa kirschgroßen blaubereiften Früchte mit grüngelbem Fleisch sind weitaus weniger herb und lassen sich nicht nur hervorragend verarbeiten, sondern – wer die besondere Schlehennote mag – kann sie auch frisch verzehren. Ihr Geschmack ist herbwürzig süß, saftig pflaumenartig und nicht so bitter wie von der normalen Schlehe. Die Haferschlehe zeigt im Mai als mehrstämmiger Großstrauch ihre üppigen, weißen Blüten, die einen intensiven Duft verströmen und hungrige Bienen und Hummeln anziehen. Der Busch oder kleine Baum wird etwa 2-3 Meter hoch und ist gut schnittverträglich. Der Obstbaum zeigt einen aufrechten und gut verzweigten Wuchs, mit eiförmigen, dunkelgrünen Blättern.

Aufgrund ihrer Wuchshöhe ist die Haferschlehe eher weniger geeignet für die Aufzucht als Kübelpflanze. Wer aber über entsprechende Kübel verfügt und es für attraktiver erachtet kann dies natürlich dennoch tun – Stichwort Urbaner Gartenbau (Urban Gardening). Auch für kleinere Gärten oder urbane Grünflächen ist die Haferschlehe geeignet, besonders in großen Kübeln. Die Hofschlehe wird in der Regel als Solitärpflanze gehalten. Dient aber auch bei der Gruppenpflanzung, als Hecke, und Windschutz, sowie explizit als Vogelnähr- und Vogelschutzgehölz. Denn nicht geerntete Früchte dienen Vögeln und Kleintieren im Winter als wichtige Nahrungsquelle.

 

Pflegeleichter Kleinbaum Hofschlehe mit vielseitig verwendbaren Schlehen-Früchten

Wie die „normale“ Schlehe wächst der Busch oder Kleinbaum der Hofschlehe auf nahezu jedem Boden, selbst auf geröll- oder bauschutthaltigem Untergrund kann die Haferschlehe gedeihen. Der Standort sollte eher sonnig bis maximal halbschattig sein. Ein sonniger Standort intensiviert den süßen Geschmack der Früchte und sorgt für besonders aromatisches Obst. Wer der Pflanze einen idealen Boden bereiten will, sollte den Herzwurzler auf einen durchlässigen humosen Boden setzen. Die Haferschlehe zeigt eine sehr gute Winterhärte, verträgt raue Lagen und benötigt kaum Pflege. Sie hat nur einen geringen Wasserbedarf, profitiert im Frühjahr von organischem Langzeitdünger und besitzt ein stark ausgeprägtes Herzwurzelsystem. Das macht sie sturmstabil und gegenüber Trockenperioden weniger empfindlich. Bei optimaler Pflege kann die Fruchtpflanze bis zu 50 Jahre alt werden.

Die Erntezeit der Hofschlehen liegt für gewöhnlich im September/ Oktober. Sie können dann mit enormen Erntemengen rechnen. Ein wahrer Hochertragsbaum, der Ihnen die Möglichkeit schenkt das Obst in den verschiedensten Formen zu nutzen. Die dunkelblauen Früchte dienen vorzüglich zur Herstellung von Marmeladen und Likören, können aber natürlich auch roh verzehrt werden, zu Kompott, Gelee, Saft, Sirup, Schnaps und sogar Wein verarbeitet werden. Ihr gelbes süß-säuerliches Fruchtfleisch zeigt einen enorm hohen Vitamin C-Gehalt und ist deutlich süßer als die herkömmliche Schlehe. Die Blüten und Blätter dieses Obstbaums werden gerne zur Zubereitung von Tees verwendet.

Rückschnitte verträgt die Pflanze gut, falls man sie kompakter halten möchte, sind aber nicht zwingend notwendig.

Wegen ihrer Blütenfülle zählt die Hofschlehe zu einer der besten Bienen- und Insektenweiden, die gerade im Frühling einen hohen Nektar- und Pollenwert hat. Die Blüte hat ein einfaches, weißes und schalenförmiges Erscheinungsbild. Die schön duftenden Blüten zeigen sich von April bis Mai eines Jahres.

Auch wenn diese Pflanze selbstfruchtbar ist, kann sie doch durch eine Fremdbefruchtung durch andere Haferschlehen  Ertrag und Fruchtgröße zusätzlich steigern.