Beschreibung
Diese Quittensorte (Cydonia oblonga) ist unter dem Namen Portugiesische Birnenquitte, als Portugieser oder auch als Portugiesische Riesenquitte bekannt. Ihre genaue Herkunft lässt sich heute leider nicht mehr rekonstruieren. Vieles deutet aber darauf hin, dass sie nicht gezielt gezüchtet wurde, sondern zufällig entstand. In Bulgarien zählt sie zu den meist verbreitetsten Quitten, während sie in Portugal selbst nur eine untergeordnete Rolle spielt. In Mitteleuropa hat sie sich durch ihre Robustheit, ihren hohen Ertrag und ihre vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten als eine der wertvollsten Quittensorten etabliert.
Der Quittenbaum wächst als breit-aufrechter, langsam wachsender Kleinbaum. Sie erreicht eine Höhe von 4 bis 5 Metern und eine Breite von bis zu 6 Metern. Jährlich legt der Baum rund 30 bis 50 Zentimeter zu. das kräftige Wurzelsystem bildet eine tiefe Hauptwurzel. Junge Triebe erscheinen rötlich-grün und sind mit auffälligen, hellroten Lentizellen besetzt. Mit den Jahren bildet sich eine graue Rinde, die sich in unregelmäßigen Platten ablöst. Im Herbst verfärbt sich das mittelgrüne Laub zu einem leuchtenden Gelb und sorgt für einen intensiven Farbeffekt.
Der Quittenbaum überzeugt also nicht nur durch seine exzellenten Früchte, sondern auch die hohe Attraktivität des Baumes selbst.
Blüte
Ab Mai schmückt sich der Quittenbaum mit einfachen, schalenförmigen Blüten. Diese sind hellrosa gefärbt, messen vier bis fünf Zentimeter und ziehen Bienen, Hummeln und Schwebfliegen stark an. Die Obstpflanze ist selbstfruchtbar, sodass keine weiteren Bäume zur Bestäubung notwendig sind.
Früchte und Geschmack
Im Oktober erzielen die großen, birnenförmigen Quitten ihre Reife. Sie besitzen einen ausgeprägten Mittelbauch und einen teils seitlich versetzten, gerippten Hals. Die Schale zeigt sich goldgelb, leicht wachsig und trägt meist einen feinen Flaum. Häufig bildet sich ein kräftiger Rost, der strahlenförmig über die Rippen der Frucht verläuft. Das weißlich-gelbe Fruchtfleisch ist fest und gelegentlich zart rosé gezeichnet. Ihr süß-säuerlicher Geschmack gilt als unverwechselbar. Frisch wirken die Früchte bereits aromatisch, entwickeln aber erst beim Kochen ihre wahre Saftigkeit und ein feines Aroma.
Ertrag und Lagerung
Die Portugiesische Birnenquitte trägt früh und regelmäßig. Die Erträge fallen hoch aus und bleiben auch über die Jahre konstant. Ab Anfang Oktober beginnt die Erntezeit. Die Quitten lassen sich bis Ende November frisch verarbeiten und halten sich in gut gelüfteten Räumen bis zu drei Monate.
Verwendung
Die Früchte eignen sich hervorragend zur Herstellung von Marmeladen, Gelees und Kompott. Dank ihres hohen Saftgehalts lassen sie sich zudem gut pressen, zu Likör oder Schnaps verarbeiten und auch zu Saft oder Mus einkochen.
Standort und Pflege
Der Baum gedeiht am besten an sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Plätzen. Er bevorzugt den nährstoffreichen, durchlässigen und gleichmäßig feuchten Boden. Das Obstgehölz gilt als sehr winterhart bis etwa minus 26 Grad Celsius, hitzetolerant und stadtklimafest. Eine Kübelhaltung ist ob der Größe des Baumes eher nicht möglich.







