Beschreibung
Die Nashi-Birne Hosui (Pyrus pyrifolia) zählt zu den beliebtesten asiatischen Birnensorten. Ursprünglich aus Japan stammend, wird sie auch seit langem intensiv in China und Korea angebaut. Von den rund 1200 Nashi-Sorten die in Japan kultiviert werden, nimmt Hosui etwa ein Viertel der Gesamtanbauflächen in Anspruch. Ein sehr eindeutiger Beleg dafür, wie sehr dieses spezifische Obst in seiner Heimat geschätzt wird.
Die Frosthärte des Hosui ist sehr gut, es handelt sich ohnehin um einen robusten und eben auch winterharten Obstbaum. Ein windgeschützter Standort empfiehlt sich dennoch, da die frühe Blüte empfindlich auf Spätfrost reagieren kann.
Die Blüte beginnt früh. Oft bereits Anfang April und dauert bis Anfang Mai. Die einfachen, weißen Blüten stehen in doldenartigen Schirmrispen mit 6 bis 9 Einzelblüten. Für Bienen sind sie im übrigen eine wertvolle Nahrungsquelle.
Zier- und Obstbaum
Der Baum wächst mittelstark. Er zeigt einen aufrechten Wuchs mit breiter, wenig verzweigter Krone. Die Wuchshöhe liegt bei etwa 2 bis 4 Metern. In der Breite erreicht der asiatische Birnbaum 2 bis 3 Meter. Es empfiehlt sich daher einen Pflanzabstand von 4 bis 6 Metern zu wahren.
Die sommergrünen Blätter prägen sich elliptisch bis eiförmig aus und sind am Rand gesägt. Sie zeigen sich in einem frischen Mittelgrün. Im Herbst färbt sich das Laub beeindruckend schön von gelb bis rötlich.
Die Früchte sind mittelgroß bis groß und rundlich wie ein Apfel. Die grüngelbe bis goldgelbe Schale wird bei Reife der Frucht bronzefarben. Oft trägt sie feine braune Punkte oder eine leichte Berostung, ist jedoch bedenkenlos genießbar.
Das Fruchtfleisch ist weiß, mittelfest und auch knackig aber vor allem extrem saftig. Der Name Hosui bedeutet „viel Wasser“. Und genau das ist es was diese Sorte auch auszeichnet. Dennoch ist der Geschmack süß und enthält eine feine Würze. Er erinnert an eine Birne mit dem Biss eines Apfels. Trotz der Optik ist sie keine Kreuzung aus Apfel und Birne. Sie ist eine eigenständige asiatische Birne, die nur aufgrund der Form auch als Apfelbirne bezeichnet wird.
Die Ernte beginnt ab Ende August und dauert bis September. Die Genussreife reicht von August bis Oktober. Der Ertrag ist hoch. Bei allzu starkem Fruchtansatz ist es ratsam ein wenig auszudünnen, um die Qualität der einzelnen Frucht zu optimieren. So entlasten Sie zudem die Zweige und sichern sich eine hohe Fruchtqualität. Nach der Ernte sind die Früchte etwa drei Wochen haltbar. Im Kühllager auch deutlich länger.
Hosui Nashi – Pflegeleicht und enorm ertragreich
Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist empfehlenswert. Der Boden sollte tiefgründig, humos und gut durchlässig sein, da der Obstbaum keine Staunässe verträgt. Trotz der saftigen Früchte ist der Wasserbedarf nur mäßig. Der Pflegeaufwand bleibt insgesamt gering, wenngleich die Sorte gut schnittverträglich ist.
Die Nashibirne Hosui eignet sich sowohl für den Hausgarten, als auch für Streuobstwiesen oder auch für den Erwerbsanbau. Sie dient dabei sowohl als Obst- und zugleich als Zierbaum.
Die Früchte schmecken frisch direkt vom Baum am besten. Sie lassen sich auch zu Kompott oder Marmelade verarbeiten. In Asien nutzt man geriebene Früchte sogar als natürlichen Zuckerersatz oder als Beilage zu herzhaften Gerichten.
Hosui ist also in jeder Hinsicht eine echte Alternative zu unseren heimischen Birnen. Sie überzeugt mit Robustheit, hoher Ertragsleistung und außergewöhnlicher Saftigkeit. Wer etwas Besonderes pflanzen möchte, trifft mit dieser Sorte die gewiss die richtige Wahl.
Der Hosui ist jedoch nicht selbstfruchtbar. Als gute Befruchtersorten gelten für ihn u.a.






