Purpurroter Cousinot / Blutapfelkaufen Apfel Baum

  • Sehr alte, robuste, gesunde deutsche Sorte
  • Anspruchslos, gedeiht in kalten Gegenden gut, selbst für Extremlagen geeignet
  • Köstlicher Winterapfel dessen intensiv rote Farbe begeistert
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Beschreibung

Die Apfelsorte Purpurroter Cousinot (Malus domestica) kennt man bereits seit dem 16. Jahrhundert, und vermutlich züchteten Obstbauern sie in Norddeutschland. Die genaue Herkunft dieses Winterapfels lässt sich heute nicht mehr eindeutig klären. In der deutschsprachigen Literatur wird sein Ursprung auch immer wieder mit dem süddeutschen Raum in Verbindung gebracht.

Malus Purpurroter Cousinot trägt enorm viele andere Namen, da Menschen diesen Apfel in verschiedenen Regionen über die Jahrhunderte sehr schätzten. Am häufigsten bezeichnet man ihn als Blutapfel, aber auch als Jagdapfel, Kastanienapfel, Weihnachtsapfel, Zwiebelapfel, Rotapfel sowie als Englische Büschelrenette oder Roter Taffetapfel und nur selten als Erdbeerapfel. Die vielen Namen spiegeln zumeist seine Form und seine intensive Farbgebung wider und sind Beleg für seine Bedeutung. In manchen Regionen ist er auch unter der Bezeichnung Bamberger bekannt.

 

Fruchteigenschaften

Die Früchte wirken eher klein bis mittelgroß. Sie zeigen eine regelmäßige, rundliche Form und tragen eine glatte, ledrige Schale. Zur Reife wechselt der zunächst grünlichgelbe Grundton zu einem gelben Grundton, der sonnenseits von einer kräftigen dunkelroten bis karminroten Färbung überzogen wird. Mit seiner intensiv roten Deckfarbe läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Beim Reinbeißen überrascht der Apfel mit saftigem, würzigem und fruchtig-säuerlichem Geschmack. Das gelblichweiße bis hellgelbe Fruchtfleisch ist dabei fest und sehr saftreich. Die Färbung zieht sich oft von der Schale bis in die Frucht, wodurch das Fruchtfleisch leicht rötlich marmoriert erscheint. Man kann diesen fabelhaften Apfel also mit allen Sinnen genießen.

Im Jahr 1874 empfahl der Deutsche Pomologenverein diese sehr alte deutsche Sorte für den Anbau. Als hervorragender Wirtschafts- und Lagerapfel eignet er sich zum Verarbeiten, Keltern. Seine intensive rote Färbung macht ihn zudem besonders attraktiv für die traditionelle Verwendung als Weihnachtsschmuck.

 

Alte und robuste Apfelbaumsorte mit gutem Ernteertrag

Der Apfelbaum wächst mittelstark und lässt sich in alle Baumformen erziehen. Da er geringe Bodenansprüche stellt, eignet er sich auch für Lagen bis zu 900 Metern Höhe. Der Baum zeigt sich anspruchslos, gedeiht in kalten Gegenden gut und bewährt sich sogar in Extremlagen. Auch freie und rauere Lagen verträgt die robuste Sorte unbeschadet.

Er bildet eine breitkugelige Krone mit langen Trieben und viel Fruchtholz. Dank seiner hohen Fruchtbarkeit erfordert er einen sorgfältigen Schnitt, der auch die vorzeitige Vergreisung des Baums verhindert. Mit einem hohen und regelmäßigen Ertrag sowie einer geringen Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge erwartet man eine zuverlässige Ernte. Seine hohe Fruchtbarkeit kann sich bereits an jungen Bäumen eindrucksvoll zeigen.

Der Herzwurzler erreicht eine Wuchshöhe von 2 bis 4 Meter. Seine aufrechte Krone verbreitert sich mit zunehmendem Alter. Ein sonniger bis halbschattiger Standort mit durchlässigen bis normalen, nährstoffreichen und frischen Boden bietet dem gut frostharten Baum eine gute Basis.

Zur Blütezeit präsentiert sich diese Sorte als wahre Zierde im Obstgarten. Die Blüte setzt langsam ein und zeigt sich besonders widerstandsfähig gegenüber wechselhaften Witterungsbedingungen, was regelmäßig zu einem sicheren und meist reichen Ertrag führt. Der Purpurrote Cousinot erweist sich damit als äußerst zuverlässige und wertvolle Obstsorte für den Landwirt. Auch im Hausgarten überzeugt er auf ganzer Linie. Er begeistert zum einen durch seine üppige Blütenpracht, später dann mit den attraktiven Früchten und einer sehr guten Lagerfähigkeit, die langanhaltenden Genuss ermöglicht. Und auch als Pollenspender ist der Blutapfel enorm aktiv und damit als gute Befruchtersorte wertvoll für andere Apfelbäume mit passender Blütezeit.

 

Erntezeit

Die roten Äpfel erreichen ab Oktober ihre Pflückreife und lagert sie problemlos bis in den Juni des Folgejahres – kaum ein anderer Apfel kann eine solch hohe Lagerfähigkeit aufweisen! Die Früchte sind zudem gut windfest und können also lange am Baum ausreifen. Seine volle Geschmacksreife entwickelt der Apfel etwa zu Beginn der Adventszeit. Das gesunde und robuste Obst weist einen hohen Polyphenolgehalt auf, was es auch für viele Allergiker interessant macht, da die Polyphenole die allergenen Stoffe im Apfel unschädlich machen. Ob er jedoch für alle Menschen mit Apfelallergie in Betracht kommt, muss individuell entschieden werden, der hohe Polyphenolgehalt deutet nur die Wahrscheinlichkeit an.

Ein echter Genussklassiker: Saftiges, festes Fruchtfleisch in weiß bis hellgelber Farbe trifft auf eine angenehm süße, fein aromatische Würze. Sein ausgewogener Geschmack macht ihn zu einem hervorragenden Tafelapfel für den täglichen Genuss. Gleichzeitig überzeugt er durch seine Vielseitigkeit in der Küche. Ob für einen cremigen Apfelmus, aromatische Kuchen und Desserts oder als frischer, naturtrüber Saft. Bei der Verarbeitung kann durch das rötliche Kernhaus und die teilweise rötliche Färbung des Fruchtfleisches eine zusätzlich attraktive rosafarbene Tönung entstehen. Dank seiner festen Struktur und Saftigkeit behält er auch bei der Verarbeitung sein volles Aroma und sorgt so stets für beste Genussmomente.

 

Als ideale Befruchtersorten gelten

Purpurroter Cousinot - Platzhalterbild

Hinweis: Wegen seines dekorativen Wuchses und seiner vielen roten Früchte, die lange am Baum verbleiben, bestens geeignet als Solitär im Vorgarten und auch zur Kübelbepflanzung.

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