Kaiser Wilhelm Apfel Winterapfelkaufen Apfel Baum

  • Robuster Baum, kräftig wüchsig
  • Anspruchslos an Standort und Klima, für Höhenlagen geeignet
  • Saftiger Apfel, mit guter Würze und hohem Zuckeranteil
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Beschreibung

Der Winterapfel Kaiser Wilhelm Apfel (Malus domestica) wurde 1864 vom Hauptlehrer Carl Hesselmann aus Witzhelden im Kreis Solingen im Gutsgarten des Haus Bürgel bei Monheim am Rhein gefunden. Lange wurde vermutet, dass sich die Apfelsorte um 1800 aus einem Samen der Harberts Renette entwickelte. Allerdings handelt es sich bei dieser Sorte um keine echte Neuentdeckung. Die alte Sorte wurde nämlich bereits um 1830 aus Samen gezüchtet und unter dem Namen Peter Broich bekannt. Dass es sich um die gleiche Apfelsorte handelt wurde 2010 in einer molekulargenetischen Untersuchung zweifelsfrei festgestellt. In der ehemaligen DDR war die Sorte auch als Wilhelmsapfel bekannt gewesen.

Mit der Namensgebung wollte Carl Hesselmann zum damaligen Kult um Kaiser Wilhelm I. beitragen. 1875 übersandte er dem Kaiser 30 Äpfel zur Geschmacksprobe, um so dessen Zustimmung zur Namensgebung zu erreichen. Der Kaiser soll den Apfel mit Wonne gegessen haben und billigte im Dezember des gleichen Jahres die Namensgebung.

Die sehr wüchsige Apfelsorte ist ein landschaftsprägender Baum der insbesondere für den Streuobstbau zum Pflanzen zu empfehlen ist. Seine großen Äpfel finden insbesondere als Tafel-, Back- und als Mostapfel Verwendung. Diese bewährte, historische Winterapfelsorte bildet sowohl langlebige als auch standfeste Bäume – ist also ein treuer Freund in Ihrem Garten.

 

Wuchs, Blüte und Standortansprüche

Der Apfelbaum Kaiser Wilhelm wächst sehr stark und erreicht eine Wuchshöhe von 3 bis 5 Meter und eine Breite von 3 bis 4 Meter. Der jährliche Zuwachs beträgt in etwa 30 bis 50 Zentimeter. Das Obstgehölz präsentiert sich mit einer hochkugeligen Krone und die Bäume werden sehr alt. Die Baumkrone entwickelt sich dabei hochgehend und breitpyramidal. Die triploide Sorte ist als Pollenspender nicht geeignet. Seine Blüte erfolgt mittelfrüh und ist lang anhaltend von April bis Mai eines Jahres. Die einfachen rosafarbenen Blüten haben aber bemerkenswert große Blütenblätter. Der Ertrag setzt zwar spät ein und ist dann mittel bis hoch, wenngleich auch etwas alternierend.

Die winterharten Bäume sind sehr robust und widerstandsfähig gegenüber Schorf oder Mehltau und zahlreiche weitere Krankheiten. Nur auf schwerem nassen Boden besteht für den Herzwurzler eine Anfälligkeit für Krebs. Der Apfelbaum ist sehr pflegeleicht und sollte trotz seines starken Wuchses nur mäßig beschnitten werden. Der Obstbaum hat insgesamt nur geringe Ansprüche an Standort und Klima. Er kann sowohl an einem sonnigen und halbschattigen Pflanzort gut gedeihen und ist auch für höhere Lagen auf einem durchlässigen und nährstoffreichen Boden geeignet. Auch sandig-lehmige und normale Böden sind noch immer gut geeignet für den Wilhelmapfel.

 

Fruchtmerkmale und Geschmack

Die nur selten mittelgroßen bis meist großen Äpfel sind in der Regel kugelförmig und abgeflacht und leicht stielbauchig. Der Apfel erzielt eine Höhe von 7 bis 8 cm und eine Breite von 6 bis 7 Zentimeter und kann über 150 Gramm wiegen. Seine Oberfläche ist eben, glatt und glänzend, teils mit schwachen breiten Kanten. Die Grundfarbe des allergikerfreundlichen Obsts ist grün-gelb, sonnenseits hell- bis dunkelrot. Sein recht dicker Stiel ist mittellang bis lang und macht die Äpfel sturmfest. Die Früchte sind sonnenseits immer auch mal rot gefärbt bzw. karminrot gestreift. Sein Fruchtfleisch ist gelb weißlich, fest, abknackend und recht saftig. Während der Lagerung entwickelt sich die zunächst grünlich-gelbe Schale zunehmend goldgelb, während er sonnenseits wie bereits erwähnt intensiv lackrot bis karminrot gefärbt sein kann. Der Geschmack des druckunempfindlichen Apfels ist aromatisch, weinsäuerlich und feinwürzig. Das gesunde Obst zeichnet sich auch durch seinen mittleren Gehalt an Vitamin C aus.

 

Erntezeit, Genussreife und Lagerfähigkeit

Seine Pflückreife erlangt der Obstbaum gegen Ende September bis Mitte Oktober. Ernten Sie den Kaiser Wilhelm kurz vor seiner Genussreife können Sie ihn kühl und bei hoher Luftfeuchtigkeit bis April lagern. Sind die Lagerbedingungen nicht ideal, wird das Obst bei längerem Lagern weniger saftig und mehlig. Jedoch neigen insbesondere die großen Früchte zu Fleischbräune und Stippe und werden häufig sehr schnell trocken. Seine perfekte Genussreife erlangt der Apfel im Dezember.

 

Verwendung: Tafelapfel, Backapfel und Mostapfel

Der Winterapfel mit seiner typischen Stielgrubenberostung kann vielseitig verwendet werden. Das Obst ist gut als Tafelapfel, als Küchenapfel (Backapfel) und Dörrapfel sowie als Saft- und Mostapfel zu verwenden. Die Apfelsorte kennt also ein breites Einsatzgebiet und war nicht von ungefähr 2007 Apfel des Jahres. Wichtig zu erwähnen ist nochmal, dass auch diese Apfelsorte sehr gut für Allergiker verträglich ist.

 

Geeignete Befruchtersorten

 

Ein vielseitiger Klassiker

Der Apfel ‚Kaiser Wilhelm‘ ist eine beliebte historische Apfelsorte mit einem ausgeprägt weinsäuerlichen, würzigen Aroma und hoher Genussqualität. Seine mittelgroßen bis großen, druckunempfindlichen Äpfel eignen sich sowohl für den Frischverzehr als auch für Saft, Kuchen und als Dörrfrüchte. Die robuste Sorte ist widerstandsfähig gegen Schorf und Mehltau, liefert regelmäßig hohe Erträge und gilt dank des hohen Polyphenolgehalts als gut verträglich für viele Allergiker. Geerntet wird meist ab Mitte Oktober, die Genussreife reicht von Dezember bis April.

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