Geheimrat Dr. Oldenburg HerbstapfelApfelbaum

  • Beliebte und gerne angebaute Apfelsorte
  • Ein regelmäßiger Schnitt empfiehlt sich
  • Aromatisches, festes und saftiges Fruchtfleisch
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Beschreibung

Der Apfel Geheimrat Dr. Oldenburg (Malus domestica) wurde 1897 als Kreuzung aus den Sorten Minister von Hammerstein × Baumanns Renette in Geisenheim an der damaligen Höheren Lehranstalt für Obstbau gezüchtet. So die Überlieferung. Neuere molekulargenetische Untersuchungen deuten aber vielmehr an, dass er wahrscheinlicher aus einer Kreuzung von Ananasrenette und Kaiser Alexander abstammt. Die erste Ernte wurde 1904 erzielt und zu Ehren des Geheimrats Regierungsrat Dr. Oldenburg im damaligen landwirtschaftlichen Ministerium in Berlin benannt. Die Sorte ist auch Elternsorte der bekannten Apfelsorten Alkmene und Dukat.

Dieser schöne Herbstapfel ist ein Massenträger mit guter Qualität. Ist das Obstgehölz jedoch mit zu vielen Früchten behangen, können die Äpfel eher klein ausfallen und geschmacklich nicht das hohe Niveau halten. Den Apfelbaum auszudünnen macht dann also für einen besseren Geschmack und größeres Obst durchaus Sinn. Durch die enorme Ertragssicherheit und Ertragshöhe zählen diese Obstbäume zu den bewährtesten Sorten, zumal die Sorte Geheimrat Dr. Oldenburg selbst auch als sehr guter Befruchter dient.

 

Forstharter Kleinbaum und Massenträger

Das Obstgehölz wächst anfangs stark, später nur mehr mittelstark und bei weniger guten Bedingungen und Standorten auch schwach. Der 2 bis 4 Meter hohe Baum zeigt einen aufrechten Kronenaufbau und einen Wuchs mit guter Verzweigung. Im Alter neigen sich Gerüstäste dieser Pflanzen ein wenig. Seine rotbraunen Jahrestriebe sind sehr kräftig und der Baum lässt große und feste Blätter gedeihen. Ein regelmäßiger Auslichtungs- und seltener durchgeführter Verjüngungsschnitt beugt einem Vergreisen der Baumkrone ideal vor.

Die mittelfrühe Blüte des Malus Geheimrat Dr. Oldenburg setzt im April ein und zieht sich bis in den Mai. Die auffallend schönen roten Blüten mit ihren kleinen Blütenblättern verwandeln Ihren Garten in einen Frühjahrstraum. Die Blüte ist weitestgehend frostunempfindlich. Der Ertrag setzt schon früh ein und trägt oft schon am einjährigen Holz. Der Massenträger ist eine mäßig robuste Pflanze der empfindlich ist gegenüber Mehltau, Feuerbrand und Schorf ist aber vom Apfelwickler nur wenig befallen wird. Eine gewisse Krebsanfälligkeit auf schlechten Böden ist jedoch gegeben.

Der Apfelbaum benötigt im Gegensatz zu anderen Sorten einen nährstoffreichen Boden bzw. einen normalen Gartenboden mit guter Düngung. Ein eher sonniger, warmer und idealerweise windgeschützter Standort helfen ihm sich perfekt entfalten zu können. Seine Früchte sind nicht sonderlich windfest, weshalb ein gut geschützter Standort beachtet werden sollte. Dennoch ist er auch im mittleren Höhenlagen erfolgreich anzubauen.

Die zeitige Blüte des Apfelbaums kommt den Bienen und anderen Insekten entgegen. Insbesondere Hummeln sind ja bereits früh im Jahr unterwegs und laben sich nur zu gerne am Nektar dieser Pflanze. Der Obstbaum ist aber auch im Herbst der Fauna zuträglich, welche sich am Fallobst nur zu gerne nährt.

 

Schöne Früchte saftig und süßsäuerlich

Die mittelgroßen Äpfel erreichen ein Gewicht von 100 bis 140 Gramm. Das Obst zeigt sich unregelmäßig kugelförmig, ein wenig abgeflacht und oft auch hochgebaut. Die Grundfarbe seiner festen und dünnen Schale ist gelbgrün, mit einer hell- bis dunkelroten Deckfarbe die ihn marmoriert und schwach gestreift aussehen lässt. Die Stielgrube der Frucht ist flach bis mitteltief und beherbergt einen nur recht kurzen Stiel, der in einer tiefen Stielgrube sitzt. Sein gelblichweißes Fruchtfleisch ist saftig, schön feinzellig, süßsäuerlich und mild, mit einem schwachwürzigen Aroma.

Der gute Tafelapfel erreicht sein Pflück- und Genussreife ab Anfang September und kann für etwa 4 Monate im kühlen Naturlager gelagert werden. Wenn sie einen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit zur Verfügung haben, ist die Lagerung auch darüber hinaus möglich. Seine ideale Genussreife erzielt er ab Oktober bis Dezember. Bei seiner Lagerreife verfärbt sich der Apfel intensiv gelb, wobei er zum Stiel hin grün bleibt und seine Schale fettiger wird. Auf seiner Sonnenseite zeigt er sich tiefrot bis bräunlich rot verwaschen bzw. marmoriert. Die Früchte werden auch gerne zur Saft- und Mostherstellung genutzt, sowie als Koch- und Backapfel gerne genutzt.

Dank der hohen Qualität seiner Früchte, seinem Wuchs und seiner recht einfachen Aufzucht empfiehlt sich die Apfelsorte für den heimischen Garten. Der außergewöhnliche Geschmack des Apfels sollte nochmals besonders hervorgehoben sein. Wegen seiner Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge zählt er heute eher zu den Liebhaberbäumen und wird zugunsten anderer Sorten mit gleicher Reifezeit heute weniger stark angebaut.

 

Als Befruchter des Geheimrat Dr. Oldenburg eignen sich, u.a.

Beim Geheimrat Dr. Oldenburg handelt es sich um eine auffällig ertragreiche Herbstsorte mit früher Blüte. Seine gute Befruchterleistung und seine ansprechenden, süßsäuerlichen Früchte machen ihn auch heute noch anbauwürdig. Trotz der guten Ertragsleistung und Qualität erfordert diese Apfelsorte jedoch eine intensive Pflege und einen geeigneten Standort, ob seiner krankheitsanfällig. Der Apfelbaum empfiehlt sich also eher dem passionierten Gärtner, der seinem Gourmetgaumen diese feinen Früchte aus dem eigenen Garten zum Genuss bringen möchte.